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Test Laktoseintoleranz / Selbsttest Milchzucker-Unverträglichkeit

Samstag, August 8th, 2009

Wer nach dem Genuß von Milch oder Milchprodukten häufig unter Bauchweh, krampfhaften Bauchschmerzen, Bauchgrimmen, Blähungen, Durchfall leidet zählt vielleicht zu den ca. 10 Prozent der Bevölkerung mit Laktose-Intoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit).

Einen kurzen Selbsttest auf Milchzuckerunverträglichkeit findet man hier:
Selbst-Test auf Laktoseintoleranz / Milchzuckerunverträglichkeit

Folgt man dem Link muss man einen kurzen Fragebogen ausfüllen und erhält eine Einschätzung, ob ein Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) vorliegt.

Erhält man hier einen Anhaltspunkt auf Milchzuckerunverträglichkeit lohnt sich ein Besuch beim Arzt. Dieser kann durch einen einfachen Milchzuckerbelastungstest oder durch einen Atemtest herausfinden, ob die Diagnose Laktoseintoleranz gestellt werden kann.

Bei einem Milchzuckerbelastungstest trinkt man auf nüchternen Magen eine Tasse Tee mit ca. 50g Laktose (1 bis 2 Gramm Milchzucker pro Kilogramm Körpergewicht). Der Blutzucker wird vor und nach dem Genuss des milchzuckerhaltigen Getränks gemessen. Wird vom Körper zu wenig des Enzyms Laktase produziert kann der Milchzucker nicht gespalten werden und gelangt nicht ins Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt sehr gering oder sogar gar nicht an. Der aus Galaktose und Glukose zusammengesetzte Milchzucker (also ein Doppelzucker) wird ungespalten vom Körper nicht aufgenommen und landet unverdaut im Dickdarm. Dort stürzen sich Darmbakterien auf diesen für sie Nahrhaften Zucker. Als Folge kommt es zu charakteristisch riechenden Blähungen und Darmwinden, Bauchdrücken, Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und häufig auch zu spontanen Durchfällen.

Bei mir ist im Test der Blutzuckerspiegel zwar leicht angestiegen, aber als Nebenwirkung zum Test hatte ich nach kurzer Zeit mit Durchfall, Bauchkrämpfen und später Blähungen zu kämpfen. Für mich war damit zumindest klar, dass ich an einer Milchzuckerunverträglichkeit leide.

Bei dem Atemtest wird der Wasserstoffgehalt (H2) in der Ausatmungsluft gemessen. Kann Milchzucker nicht gespalten und aufgenommen werden, wird er durch Darmbakterien im Dickdarm abgebaut und es entsteht vermehrt Wasserstoff (H2). Je stärker die Unverträglichkeit, desto stärker die H2-Ausatmung.