Archive for the ‘Laktoseintoleranz’ Category

Kanne Brottrunk: Die Verdauung ins Gleichgewicht bringen

Dienstag, April 14th, 2009

Irgendwie passiert es ja doch immer wieder. Man nimmt als Laktoseintoleranter zufällig Milchzucker zu sich. Die Folge ist im häufig, dass das ganze Verdauungssystem etwas durcheinander gebracht ist. Mir hilft in solchen Fällen Kanne Brottrunk. Es ist nicht so, dass man den Trunk zu sich nimmt und alles ist kurzfristig wieder in Ordnung. Vielmehr fördert eine regelmäßige Einnahme die Verdauung wunderbar.

Einfach in ein 0,2 Liter Glas 1/3 Brottrunk, 1/3 Mineralwasser und 1/3 Apfelsaft mischen und es kommt ein erfrischendes Getränk dabei heraus. Bloß nicht pur trinken! Das habe ich anfangs versucht und es schmeckt einfach scheußlich-sauer. Ich musste mir beim Trinken die Nase zuhalten, um es überhaupt herunter zu bekommen.

Gerade wenn zu viel Milchzucker unverdaut in den Dickdarm gelangt (das Hauptproblem der Laktoseintoleranz) und sich verschiedene Bakterien darauf stürzen, gewinnen komischerweise meist die falschen Bakterien die Oberhand. Der Brottrunk enthält Lactobacillus reuteri Bakterienkulturen welche die Darmflora positiv beeinflussen.

Der Brottrunk hilft also nicht bei Verdauung von Milchzucker. Nach wie vor muss man sich laktosefrei ernähren. Er hilft aber, eine gestörte Verdauung etwas “zu ordnen”.

Informationen gibt es hier:
-> Wikipedia
-> Hersteller: Kanne Brottrunk GmbH & Co. KG, Selm-Bork

Kaufen kann man den Kanne Brottrunk im gut sortierten Supermarkt (nicht Discounter). Hier in der Region NRW z. B. beim Marktkauf, dort wo Tomaten-, Gemüse-, Karrottensäfte zu finden sind.

Wer das mal probiert hat (jeden Tag ein- oder zweimal 1/3 Glas) kann ja hier mal nach zwei Wochen seine Erfahrungen mitteilen. Vielen Dank!

Milchzucker Kartoffelchips?

Montag, April 13th, 2009

Als laktoseintolerante Naschkatze ist man Einschränkungen gewohnt. Natürlich ist es nichts mit leckerer Vollmilchschokolade. Auch alles wo Vollmilchschokolade enthalten ist, muss man sich leider abgewöhnen.

Na, da kann man doch einfach auf Salzgebäck ausweichen? Denkste!

Eine ganze Zeit habe ich mir am Automaten im Büro immer Funny-Frisch Ringli’s gezogen. Die Folge waren diffuse Beschwerden, weil ich die aus dem Genuß resultierenden Bauchschmerzen nie dem Paprika-Salzgebäck zugeordnet hatte. Was hat Salzgebäck denn auch mit Milch zu tun?

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe auf der Verpackung hat meinen Denkfehler aufgedeckt. Auch in die Funny-Frisch Ringli’s wird Laktose beigefügt. Ich Frage mich, warum der Hersteller hier nicht einfachen Zucker verwenden kann? :(

Auf der Flash-Webseite von Funny-Frisch gibt es immerhin eine Tabelle mit “Inhaltsstoffen für Allergiker und Vegetarier” in der für alle Funny-Frisch Produkte die “allergene” Zusatzstoffe aufgelistet sind. Ringli’s sind auch dort als “nicht laktosefrei” gelistet.

Was kann der Laktoseintolerante von Funny-Frisch alles essen? Ungarische, orientalische, peperoni, Chakalaka, El Gaucho, gesalzene Kartoffelchips. Geht!
Die “Chipsfrisch leicht”-Sorten beinhalten allerdings Milchzucker. Also Vorsicht.

Naturell Riffels sind laktosefrei, Chilli & Paprika Riffels sind nicht laktosefrei. Wer soll sich so etwas merken können?

Und so geht es bunt gemischt weiter. Leider kann ich keinen Link auf die Liste setzen, weil diese nur über Flash erreichbar ist.

Also: Augen auf bei Kartoffelchips-Einkauf! Wenn in den Inhaltsstoffen Vollmilchpulver, Süßmolkenpulver, Molkenpulver, Laktose, Milchzucker draufsteht: Finger weg!

Ich verstehe zwar, dass die Hersteller den “bösen raffinierten Fabrikzucker” meiden und den eigentlich gesunden Milchzucker verwenden. Allerdings sollte meiner nach Meinung Milchzucker nur in Produkten verwendet werden, die auch mit Milch assoziiert werden können. Solange man die Packung hat, kann man die Zutatenliste durchgehen. Ist man bei Freunden eingeladen, muss man den Gastgeber unangenehmerweise fragen.

Neben Funny-Frisch gibt es auch eine ganze Reihe weiterer Kartoffelchips-Anbieter, die auch Milchzucker in ihre Produkte mischen. Ich habe hier Funny-Frisch gewählt, weil mir die Chips von Funny-Frisch auch am Besten schmecken.

Verganer mit verkappter Laktoseintoleranz?

Montag, April 13th, 2009

Kürzlich fand ich in einem dieser sozialen Internetnetzwerke eine Gruppe “Veganer schämen sich doch nur für ihre Laktose-Intoleranz”. Das fand ich recht witzig. Vielleicht beinhaltet die Aussage aber auch einen wahren Kern. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Veganer, der aus Verzweiflung zu einer veganen Ernährung gewechselt ist. Veganer verzichten auf den Konsum tierischer Produkte. Dazu zählt natürlich auch die Milch. Meist ist Veganismus eine ethische Grundhaltung, aber vielleicht gibt es auch Veganer die sich vegan ernähren, weil sie diese Ernährung besonders gut vertragen. Dabei hilft ihnen vielleicht nur der Verzicht auf die Milch und damit auf den Milchzucker.

Eine gewagte These. Wenn sie zutrifft, dann sicher nur für einen unbedeutenden Teil der Veganer.

Umkehrt können laktoseintolerante Menschen sehr von Veganern profitieren. Alle veganen Lebensmittel und Gerichte sind für Menschen mit Laktoseintoleranz ohne Einschränkung genießbar.

Salami-Intoleranz

Samstag, April 11th, 2009

Vorsicht bei Wurst und Aufschnitt! Leider wird in verschiedenen Wurstsorten fleißig Milchzucker (Laktose) untergemischt. So hab ich kürzlich mangels Alternativen bei einem Brunch zu einer leckeren Salami gegriffen. Ein Fehler, wie sich kurz darauf herausstellte. Ein Blick auf die Zutatenliste brachte es dann ans Licht.

Allerdings ist nicht jede Salami mit Milchzucker gesüßt. Man muss nur die Inhaltsstoffe genau prüfen.

Überall wo Milchzucker, Laktose, Vollmilchpulver, Süßmolkenpulver, Molkepulver, etc. erwähnt werden, wird es schmerzhaft. Schwierig wird es beim Metzger. Dort kann man nur nachfragen und auf eine korrekte Auskunft hoffen.

Laktoseintoleranz-Gen: Video von ARD W wie Wissen

Samstag, April 11th, 2009

Hier gibt es ein interessantes Youtube Video das einem “W-wie-Wissen”-Beitrag der ARD zum Thema Laktoseintoleranz-Gen zeigt:

http://www.youtube.com/watch?v=Yfk1_NwBPfw

Demnach sind Menschen die nach der Kindheit Milchzucker vertragen Gen-Mutanten.
Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll… ;)

Was bedeutet Laktoseintoleranz?

Samstag, April 11th, 2009

Kurz zusammengefaßt.

Laktoseintoleranz, Laktoseunverträglichkeit, Milchzuckerunverträglichkeit, Milchzuckerintoleranz meinen alle das Selbe: Im Dünndarm ist nicht genug des Enzyms Laktase vorhanden um Milchzucker aufzuspalten, d. h. der Milchzucker (Laktose) landet “unverdaut” im Dickdarm. Dort stürzen sich allerlei Darmbakterien auf den Milchzucker. Dies führt zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall.

Laktoseintoleranz ist keine Krankheit, kann aber Folge einer Krankheit sein. Große Teile der Weltbevölkerung (insbesondere aus Afrika, Asien) verlieren während der Kindheit die Fähigkeit Milchzucker zu verdauen. Laktoseintolerante befinden sich also in guter und großer Gesellschaft. In Europa und Nordamerika leiden allerdings weniger als 10% der Menschen an Lactoseintoleranz.

In seltenen Fällen gibt es auch Laktoseintoleranz ab der Geburt. So war es leider auch bei mir.

Das Gute vorneweg: bis auf die unangenehmen Nebenwirkungen bei Verzehr von Milchzucker passiert nichts weiter. Man schadet sich also - anders als bei Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) - nicht, wenn man Milchzucker zu sich nimmt.

Allerdings wird das Gleichgewicht im Verdauungssystem etwas durcheinander gebracht.

Mir hilft in diesen Fällen Brottrunk. Ein paar Tage hintereinander eingenommen, reguliert es die Darmflora sehr positiv.

Das Schlechte zuletzt: Es gibt keine “Heilung”, es sei denn, die Laktoseintoleranz ist nur ein Begleiter einer anderen Erkrankung.

Siehe auch: Laktoseintoleranz ist weltweit Normalzustand